Den Lebenslauf für eure Bewerbungen haltet ihr hoffentlich immer schön auf dem Laufenden. Dass darin nicht nur Schullaufbahn und eventuelle Studienplätze verzeichnet sein sollen, ist dabei vielleicht keine Neuheit, sollte aber immer genau bedacht werden.
Der Lebenslauf ist eines der ersten Dinge, die sich Personalchefs und Geschäftsführer anschauen, es kann also nicht schaden, einige Besonderheiten aufzuweisen, die sonst kein anderer hat. Eine gute Gelegenheit dafür sind zum Beispiel Auslandssemester oder generell Studienplätze im Ausland wie Alex hier einen ergattert hat.
Sprachkenntnisse hab ich zu Hauf‘
Wer schon lange von einem größeren Auslandsaufenthalt fern der Heimat (oder eben auch nicht so fern) träumt, hat gerade in der Studienzeit beste Möglichkeiten dafür.
Was ihr selbst vom Reisen erwartet, was die Erfahrungen im Ausland euch lehren und was das Leben in fremden Regionen bereithält, kann schließlich auch nur gut für eure Berufschancen in der Heimat sein. Oder Ihre nehmt euer Schicksal selbst in die Hand und wandert ganz aus…das wäre dann auch eine Option und ich denke, es gibt genügend junge Menschen, die das gern tun. Nach Hause kommen kann man schließlich immer noch - irgendwann.
Allem voran darf man dann natürlich die Gepflogenheiten eines Landes kennenlernen, worunter dann auch die Amtssprache fällt. In jedem Fall können wir uns dank der Sprachvielfalt auf der Erde aussuchen, wohin es gehen soll.
Englisch wird fast überall gesprochen, gerade hier bleiben also keine Hürden, sucht euch ein Land eurer Wahl, es wird sicher eine Universität haben, in der englischsprachige Vorlesungen gehalten werden. Im internationalen Studientrubel bleibt auf der Strecke, wer das seinen Studenten nicht anbieten kann.
Französisch? Nicht nur in Frankreich. Frühere französische Kolonien in Afrika sprechen immer noch französisch. Wer also die weiten afrikanischen ebenen sehen will oder einfach nur Sonne satt liebt, findet hier sicher ein paar Anhaltspunkte…und sei es nur als Au Pair.
Bei Spanisch, Italienisch, Portugiesisch verhält es sich ähnlich; durch Kolonien sind auch diese Sprachen und zahlreiche Abwandlungen in vielen Ländern vertreten. Wen es in asiatische Gefilde zieht, der sollte sich das gut überlegen. Allein innerhalb eines Landes können so massive Sprachabweichungen entstehen, dass ihr z.B. den südchinesischen nicht vom nordchinesischen Dialekt unterscheiden könntet. Vorkenntnisse sind hier also unabdingbar.
Chance nutzen - für Leben & Beruf lernen
Was ein Auslandsstudium oder -semester mit sich bringt, sind vor allem Organisationstalent und Kreativität. Die Kommunikation unter Studenten und Professoren, gepaart mit heimatlichen Kontakten, entstehenden Brief- oder Social Network Freundschaften erweitert den Horizont nicht nur um die Sprachen, die man zu hören und zu sprechen bekommt.
Für viele ergibt sich die erste Gelegenheit im Leben, seinen eigenen Lebensunterhalt zu verdingen und zu gestalten. Die Trennung von Familie und Zuhause, wenn auch für den Anfang schmerzhaft, hat also durchaus etwas Positives. Und gleiches gilt auch für Erfahrungen, die man dadurch sammeln kann. Eigenständigkeit macht kreativ, offen für Neues und fördert das Improvisationsvermögen. Ihr werdet sehen, anfängliche Scheu gegenüber Entfernung, Organisation und Finanzierung ist unbegründet angesichts der Erfahrungen, die ihr gewinnen könnt.
Voraussetzungen fürs Auslandsstudium
Bei der Wahl des Studienplatzes gibt es allerdings einige Einschränkungen, die man kennen sollte. Wer ein vollwertiges Abitur abgeleistet hat, braucht sich bei der Wahl der Auslandsuniversität keine Sorgen zu machen. Anders sieht es beim Fachabitur bzw. der Hochschulreife aus. Häufig gilt es nur innerhalb Deutschlands, was auf dem Zeugnis auch ausgewiesen sein muss. Es kann also sein, dass euch nicht jede Hochschule annehmen wird, ihr noch zusätzliche Aufnahmeprüfungen abhalten müsst oder erste Berufserfahrung oder gar den Meister in einem Beruf abgelegt haben müsst, bevor ihr eine Zulassung erhaltet.
Je nach Land oder sogar Kontinent sind auch Formalitäten wie Einreisevisum, Aufenthaltsgenehmigung oder spezielle Impfungen notwendig. Gerade in afrikanischen und asiatischen Ländern sind diese besonders zu beachten. Die Informationen dazu gibt es bei der jeweiligen Deutsche Botschaft eines Landes, die man hier als erste Anlaufstelle nennen kann. Auch der Kontakt zur Wunschuni ist eine gute Beratungsstelle, die in der Regel nicht nur bei der Studienorganisation und Wohnungssuche unterstützen. Haltet also die Augen und Ohren offen, damit ihr keine Kleinigkeiten überseht und denkt an alle Eventualitäten, damit‘s ohne Probleme ins Abenteuer Ausland gehen kann.
In diesem Sinne winkt euch die Katrin fröhlich zu und wünscht alles Gute für die Zukunft!
Quelle:
www.isa21.de